Engagement im Verein
Eine Elterninitiative ist kein Etikett, sondern eine Arbeitsteilung. Das Haus gehört den Familien – und es lebt davon, dass sie anfassen, was zu tun ist.
Zehn Stunden im Jahr.
So viel Arbeitszeit bringt jedes Mitglied ein, Alleinerziehende fünf. Ihr könnt die Stunden untereinander aufteilen; entscheidend ist, dass sie am Ende des Jahres geleistet sind.
Was ansteht, hängt als Arbeitsliste im Forum aus: Ihr tragt euch vorher ein, was euch liegt, und quittiert hinterher mit eurer Unterschrift. Meistens geht es um Haus und Außengelände – reparieren, streichen, schneiden, aufbauen. Wer die Stunden nicht schafft, gleicht sie mit derzeit 20 Euro je Stunde aus. Das ist keine Strafe, sondern der Ausgleich für Arbeit, die dann jemand anderes machen muss.
Und alles, was darüber hinausgeht.
Gartentage, Sommerfest, Lichterfest, Flohmarkt, Weihnachtsbasar, Kinderhauszeitung: Diese Arbeit wird nicht auf dem Arbeitszeitkonto verrechnet. Sie ist trotzdem der Grund, warum das Haus so aussieht, wie es aussieht.
Für neue Familien ist das meistens der einfachste Einstieg. Man kommt an einem Samstag mit Handschuhen vorbei, lernt in vier Stunden mehr Leute kennen als in vier Wochen an der Garderobe – und sieht danach im Garten, woran man gearbeitet hat.
Mitreden
Die Mitgliederversammlung tagt mindestens einmal im Jahr. Sie beschließt über die Satzung, nimmt die Jahresrechnung ab und wählt den Verwaltungsrat. Wer ein Kind im Haus hat, sitzt dort mit am Tisch.
Was der Vereinsbeitrag kostet, steht gestaffelt nach Einkommen in der Beitragsordnung. Dort ist auch das Arbeitszeitkonto geregelt.